Gendouki

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Gendouki verwandelt Buchstaben in gefertigte Baugruppen. Dünne Schnitte unterteilen ihre Striche in Platten und Abschnitte und lassen das Alphabet wie etwas erscheinen, das aus modularen Bauteilen zusammengesetzt statt als durchgehende Form gezeichnet wurde. Die ursprüngliche Anregung kam von Wartungsklappen an Raumfahrzeugen, doch dieselbe Konstruktion lässt sich selbstverständlich auf zeitgemäße Architektur, Gebäudesysteme, Maschinen und andere Bereiche übertragen, in denen Oberflächen aus technischen Bauteilen zusammengesetzt werden.

Das macht den modularen Bau zu einem besonders passenden Umfeld. Fertiggebäude, Fassadensysteme, Gebäudeverkleidungen, Produkte für die Gebäudehülle, Tragwerkskomponenten und fortschrittliche Bautechnologien kommunizieren bereits durch Platten, Fugen, Nähte und wiederkehrende Module. Auf einer Messewand für Architektur, in der Identität eines Modulbauunternehmens, bei der Einführung eines Fassadenprodukts oder als Name eines neuen Bausystems kann Gendouki beinahe so wirken, als sei die Schrift zusammen mit dem Produkt gefertigt worden.

Im architektonischen Maßstab wird der Effekt besonders stark. Große Wörter auf Messeständen, Bauzäunen, Ausstellungswänden, in Demonstrationsräumen und auf Displays für Architekturprodukte geben den schmalen Unterbrechungen genug Raum, zu eigenen konstruktiven Details zu werden. In solchen Umgebungen verhält sich Gendouki weniger wie gewöhnliche Überschriftentypografie und mehr wie ein weiteres Element der gebauten Umgebung.

Industriemaschinen bieten ein verwandtes Gebiet. Automatisierungstechnik, Robotik, Antriebssysteme, spezialisierte Fertigungshardware und technisch entwickelte Produktfamilien können Gendouki für Firmennamen, Maschinenserien, Modellnamen und Einführungsgrafiken verwenden. Ihre segmentierten Striche deuten Fugen zwischen Platten, Gehäusen, Abdeckungen und mechanischen Baugruppen an, ohne die Kennzeichnung einer bestimmten Maschine nachzuahmen.

Auch in konstruierten Zukunftsvisionen hat Gendouki einen natürlichen Platz. Statt auf leuchtende Bildschirme und digitale Störungen zurückzugreifen, verweisen ihre Formen auf die physische Infrastruktur hinter der Technik: Innenräume von Raumfahrzeugen, Zugangsluken, Industriekorridore, Fahrzeugkarosserien, Forschungseinrichtungen und modulare Lebensräume. In Science-Fiction-Film-, Spiele- und Unterhaltungsproduktionen kann sie Einrichtungen, Fahrzeugen, Organisationen und gefertigten Gegenständen eine Bildsprache verleihen, die physisch zusammengesetzt und nicht bloß computerisiert wirkt.

Gendouki ist bewusst spezialisiert. Ihre Abstraktion treibt manche Formen bis an die Grenze unmittelbarer Erkennbarkeit; daher eignet sie sich besser für kurze Namen und markante Displaytypografie als für Erklärungstexte. Diese Einschränkung wird zum Vorteil, wenn eine Produktfamilie, ein Gebäudesystem, eine Maschinenserie oder ein riesiges Wort im Raum unverwechselbar wirken soll. Die ungewöhnlichen Formen widersetzen sich der Anonymität generischer Techno-Schrift.

Die Plattenschnitte sind keine Dekoration, die einem ansonsten konventionellen Alphabet hinzugefügt wurde. Sie sind das Ordnungsprinzip, das Gendouki ihre Identität verleiht.

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Angaben zu kommerziellen Schriften

Details zur Schriftfamilie

Erstveröffentlichung
2006
Schriftschnitte
1 Schriftschnitt
Version
1.302
Formate
OTF
Klasse
Serifenlos
Form
Geometrisch, Kantig, Modular
Groß- und Kleinschreibung
Groß- und Kleinbuchstaben
Schriftsysteme
Lateinisch
Einsatzbereich
Displayschrift
Merkmale
Schablonenschrift
Namen der kommerziellen Schriftschnitte (1)
  • Regular