Raincoat
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Eine geometrische Art-déco-Schrift kann einem Namen zeittypischen Stil verleihen. Was sie gewöhnlich nicht kann: den Eindruck erwecken, die Buchstaben seien eigens dafür gezeichnet worden, ineinanderzupassen. Raincoat setzt bei diesem zweiten Problem an. Ihre Alternativformen und kontextabhängigen Kombinationen gestalten kurze Wörter um und erzeugen jene passgenaue, inschriftenartige Wirkung, die eher mit individuellem Lettering als mit gewöhnlichem Schriftsatz verbunden wird.
Manche Anpassungen sind fein. Der Winkel am Ende eines T kann sich nach dem benachbarten Buchstaben richten; bestimmte Kombinationen führen ein kleineres O ein, um den Sitz zu verbessern; andere Buchstaben greifen ineinander oder verändern im Verlauf des Wortes ihre Struktur. Ein spitzes alternatives A kann die Silhouette eines Namens vollständig verwandeln, während Raincoats ungewöhnliches S die geometrische Konstruktion an einer weiteren Stelle markant unterbricht.
Damit eignet sich Raincoat besonders für Boutique-Identitäten, die auf einem einprägsamen Namen beruhen. Hutmacher, Maßschneider, Juweliere, Brillendesigner, Brautsalons und Accessoire-Labels müssen oft mit einem kurzen Wort eine enorme visuelle Wirkung erzielen. Derselbe Name kann über einem Ladeneingang, in einer Präsentationsschatulle, auf Seidenpapier oder einem kleinen Anhänger erscheinen. Raincoat verleiht ihm genug innere Variation, um komponiert und nicht bloß gesetzt zu wirken.
Schmuck und kleine Luxusgüter sind ein besonders natürliches Einsatzfeld. Kurze Namen müssen sich auf Schachteln, Beuteln, gravierten Flächen und Fenstergrafiken behaupten, ohne ihre Identität zu verlieren. Raincoats schmale Geometrie hält sie unter Kontrolle, während ihre passgenauen Kombinationen eine einfache Folge von Versalien näher an eine individuell entworfene Wortmarke heranführen.
Architektonisch geprägte Gastlichkeit bietet einen weiteren starken Rahmen. Boutique-Hotels, Cocktailbars, Privatclubs, restaurierte Theater und Restaurants, die selbst zum Reiseziel werden, brauchen oft einen Namen, der mit dem Gebäude verbunden wirkt. Raincoat eignet sich für Eingangsbeschriftungen, Messingtüren, Speisekarteneinbände und Innenbeschilderungen, bei denen die Identität eher wie eine architektonische Inschrift als wie gewöhnliche Displayschrift wirken soll. Benannte Gebäude und Wohnprojekte können dieselbe Qualität auf Lobbywänden, Eingangsvordächern und Verkaufsmaterialien nutzen.
Nischenparfümerie, Pflegeprodukte und Boutique-Kosmetik können Raincoat als charakteristische Ebene über einer praktischeren Typografie einsetzen. Der Name eines Dufts oder einer Produktlinie trägt die unverwechselbare Schrift, während eine ruhigere Begleitschrift Zutaten, Spezifikationen und längere Texte übernimmt.
Raincoat ist eine Display-Schrift in einem einzigen Schnitt, und gerade diese Konzentration gehört zu ihrem Zweck. Sie ist für die wenigen Wörter gedacht, die die Identität tragen müssen: der Name über der Tür, die Beschriftung auf der Schachtel, der Titel an der Wand. Ihre anpassungsfähigen Buchstabenkombinationen, das spitze A und das ungewöhnliche S schenken diesen Wörtern etwas von jener Aufmerksamkeit, die sonst individuellem Lettering vorbehalten ist.
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Angaben zu kommerziellen Schriften
Details zur Schriftfamilie
- Erstveröffentlichung
- 2008
- Schriftschnitte
- 1 Schriftschnitt
- Version
- 2.001–2.100 (Quellenlage uneinheitlich)
- Formate
- OTF
- Klasse
- Serifenlos
- Form
- Geometrisch
- Schriftsysteme
- Lateinisch, Griechisch, Kyrillisch
- Einsatzbereich
- Displayschrift
- Merkmale
- Ligaturen, Alternativzeichen
Namen der kommerziellen Schriftschnitte (1)
- Regular